Filtermatieralien: Dritte Filterstufe – chemische und organische Filtermedien

Aktivkohle
Die medizinische Kohle, auch Aktivkohle genannt, wird in unterschiedlichen Verfahren aus pflanzlichen, tierischen, mineralischen oder petrochemischen Grundstoffen hergestellt. Sie besitzt durch ihre poröse Struktur eine sehr große Oberfläche. Diese Oberfläche zieht durch die Adsorptionskraft Gifte oder Farbstoffe an sich, die dann mit der Aktivkohle entsorgt werden können. Filterkohle gibt es sowohl als loses Granulat, als Granulat in Stoffsäckchen oder als Schaumstoff, der mit Aktivkohle bedampft wurde. Es ist ein Medium für die letzte Filterstufe und sollte nur vorübergehend benutzt werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass sich die Aktivkohle nicht vollständig sättigt, da sie dann beginnt, die aufgenommenen Schadstoffe wieder an das Aquarienwasser abzugeben. Durch rechtzeitige Entfernung der benutzten Aktivkohle kann das verhindert werden. Aktivkohle muss gut vorgespült werden, um losen Kohlenstaub zu entfernen.

Adsorberharze
Im Handel gibt es verschiedene ähnliche Filtermedien, die aus Adsorberharzen auf Kunststoffbasis bestehen. Ihre Verwendung und Benutzung entspricht der von Aktivkohle. Das Ergebnis ist noch etwas besser, sie sind jedoch auch teuerer.

Nitrat-Entferner-Schwamm
In diesem speziellen Schaumstoffschwamm sind Austauscherharze enthalten, die Nitrationen aus dem Aquariumwasser durch andere Ionen, wie Chloridionen, ersetzen. Sie können in speziellen Kochsalzlösungen regeneriert werden.

Zeolith
Diese Mineralsteine haben ebenfalls eine poröse Struktur. Sie sind besonders im Meerwasseraquarium wichtig und werden im Süßwasseraquarium gelegentlich zur Entfernung von Phosphaten benutzt. Durch die Senkung eines Phosphatüberschusses vermindert sich die Algenbildung. Ähnlich wie Aktivkohle müssen sie nach Sättigung entfernt oder aufbereitet werden. Zeolith wird in einem speziellen Verfahren mit jodfreiem Kochsalz wiederaufbereitet.

Silicarbon Feuchtgranulat/SilicatEX
Mit diesen Mitteln kann ein Überschuss an Kieselsäure aus dem Aquarienwasser entfernt werden. Da Kieselsäure jedoch in gewissem Umfang notwendig ist, sollte der Abbau kontrolliert erfolgen. Ein Überschuss an Kieselsäure begünstigt die Braunalgenbildung. Das Granulat wird in einem Filtersäckchen in den Filter eingesetzt.

Torf
Torf führt dem Aquarienwasser Huminsäuren und Gerbstoffe zu. Dadurch sinkt der ph-Wert. Torf gehört im Filter auch in die dritte Ebene, damit die Filterbakterien nicht durch die starke Huminsäurekonzentration behindert werden. Man kann diesen Effekt auch erreichen, indem man Aquarientorf als Faser, Pellets oder gepresste Matte außerhalb des Filters im Wasser einsetzt. Viele Fische benutzen den Torf auch als Laichmaterial. Beim Einsatz von Torf muss die Wasserhärte kontrolliert werden. Die keimhemmende Wirkung ist nur minimal. Torfprodukte müssen vor Verwendung gewässert werden, da sie viel Farbstoffe an das Wasser abgeben. In gleicher Weise sind Erlenzapfen, Holzspäne und anderes holziges Material einzuordnen.

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